Streaming: Ja oder nein?


StreamingBei Zimbalam können Künstler genau bestimmen, wo und wie sie ihre Musik verkaufen wollen. Manch einer spart beim eigenen Release Streaming-Dienste komplett aus. Entweder weil er mit dem Lizenzmodell der Anbieter nicht einverstanden ist.  Oder weil er befürchtet, durch die Verfügbarkeit bei den Streamern dem eigenen Download-Geschäft zu schaden. Allerdings sprechen viele Argumente für Spotify, Deezer, Rdio, Simfy und Co

 

Ein paar Ideen und Argumente, warum euer Releases auch bei den Streamern erscheinen sollte. Die Abwägung bleibt natürlich jedem selbst überlassen…


Seid da, wo eure Kunden sind
ZielWer den eigenen Bekanntenkreis befragt, wird sicherlich feststellen, dass ein Großteil der Freunde Streaming Dienste bereits nutzt oder zumindest schon einmal genutzt hat. Für viele liegt es im Trend, Musik nur zu hören, nicht aber zu besitzen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer den Bereich Streaming komplett ausspart, wird von einigen (potentiellen) Fans gar nicht erst entdeckt, da die eigene Musik schlichtweg in deren “Kanal” nicht verfügbar ist.

 

Einkünfte sind wichtig. Keine Frage. Marketing aber auch!

marketingSpotify und Co sollten aus Künstlersicht nicht nur als klassischer “Handel”, sondern vielmehr auch als Marketing-Tool für die eigene Musik betrachtet werden. Playlists, mit einer Mischung aus eigener Musik und Songs befreundeter Künstler oder großer Vorbilder, lassen sich hervorragend in den Social Media-Kanälen teilen. Auch potentielle Partner wie Labels, Booker oder Promoter und vor allem kleinere Webradiosender stoßen über Streamer auf neue Releases.

 

YouTube vs. Streaming
YouTubeYouTube und verwandte Video-Plattformen sind zwar im klassischen Sinne keine Musikstreaming-Dienste, sie werden aber von vielen Usern als solche genutzt. Anbieter wie etwa Soundrop verknüpfen Spotify-Titel und -Playlists mit passenden Musikvideos auf YouTube. Wer also den Bereich Streaming ausspart, müsste konsequenterweise auch auf Video-Portale verzichten. Allerdings ist gerade ein Musikvideo für (Nachwuchs-)Künstler oft der Schlüssel zum Erfolg.

 

Die Masse macht’s
MassePro Stream zahlen die Anbieter – je nachdem, ob es sich um einen „Abonnenten-Stream“ oder einen „freien Stream“ handelt – circa 0,2 Cent aus (bei den „Abonnenten-Streams“ ist der Betrag deutlich höher).  Zusätzlich wird pro Stream auch GEMA abgeführt, die wiederum beim Urheber landet. Ein Künstler verbucht in der Regel geringere Einnahmen im Streaming- als im Download-Segment. Über eine Masse an Abrufen kann aber auch hier ein nicht zu vernachlässigender Betrag zusammenkommen. “Die Masse macht’s” meint also nicht nur, dass eine Masse an Streams hohe Einnahmen garantiert, sondern auch, dass die Masse aller Kanäle (Download und Streaming bei verschiedenen Anbietern) zu einer “Masse” an Einnahmen führt.

Fakt ist: Die erfolgreichen Acts stehen heutzutage an der Spitze der Streaming- und der Downloadcharts. Die Modelle werden auch deshalb immer weniger als Konkurrenz- sondern vielmehr als Parallelmärkte betrachtet.

 

Gezielte Vermarktungsstrategien?
VermarktungSehr fokussierte Strategien (z.B. in der ersten Woche die digitale, dann die physische Veröffentlichung, dann die Radiopromotion und erst in Woche vier die Einstellung des Releases bei den Streamern) machen eigentlich nur für Bands mit einem bereits hohen Bekanntheitsgrad Sinn, deren Fans aus allen Altersgruppen stammen, somit alle Kanäle nutzen und noch dazu das neue Album oder die neue Single “erwarten”.

Die Aufmerksamkeitsschwelle für neue Musik ist kurz. Newcomer sollten daher von Anfang an überall “mit dabei sein”.

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2 Antworten zu “Streaming: Ja oder nein?”

  1. nnoiz Papp says:

    weshalb sollte jemand die musik kaufen, die er jederzeit streamen kann ????

    ich schätze mal, dass immer weniger musiker dazu bereit sind ihre musik zu streamen, und dasss deshalb hier jetzt die werbetrommel gerührt wird…

  2. Zimbalam says:

    Hi nnoiz Papp,

    da man bei Zimbalam jederzeit die Streamer aussparen kann, sein Release dann also nur auf den Downloadportalen veröffentlicht, ist das natürlich auch eine Variante. Die Strategie bleibt den Künstlern selbst überlassen und wir gehen hier und in dem Artikel keine Wertung ein.

    Gruß
    Tilman (Zimbalam)

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