Digitale Distribution: Die “100%-Falle”


100Zahlreiche Distributoren werben damit, 100% der Einnahmen an die Künstler auszuzahlen. Was im ersten Moment nach einem tollen und vor allem fairen Angebot klingt, verbirgt jedoch ein trügerisches Geschäftsmodell. In diesem Blogbeitrag möchten wir euch erklären, warum bei entsprechenden Angeboten Vorsicht geboten ist…

 

Eine US-Plattform hat sich genauer mit dem Thema auseinandergesetzt und kommt zu folgendem Schluss: “When offering you ‘100% royalties’ these companies do not take a big risk, I’d even say no risk.” Bedeutet also: Wenn eine Firma nicht daran interessiert ist, dass ein Künstler auch tatsächlich Musik verkauft, dann reicht es ihr, wenn er nur den eigenen Service nutzt. Meist (wie etwa beim US-Service tunecore) werden Einnahmen durch einen (hohen) Jahresbeitrag, also durch ein Abomodell, erzielt.

Es gibt aber noch mehr zu beachten: Denn viele Anbieter sind gar nicht selbst Aggregatoren. Wer verspricht “deine Musik bei allen Stores weltweit” zu verkaufen, arbeitet meist noch mit einem technischen Dienstleister zusammen, dessen Leistung ebenfalls vergütet werden muss. In diesem Fall erhalten Künstler dann keine “100% der Nettoerlöse” sondern “100% der Nettoerlöse abzüglich Aggregatorkosten”. Allerdings klärt erst ein Blick ins Kleingedruckte darüber auf (natürlich ist das außerdem nicht zwingend nur bei 100%-Modellen so).

Wir bei Zimbalam nutzen die eigene Technik aus dem Hause Believe Digital (es gibt also keine Abzüge, keine versteckten oder laufenden Gebühren oder Kosten). Wir haben uns auch deshalb für ein 90%-Auszahlungsmodell entschieden, weil wir wissen, dass Erfolg nicht planbar ist. Bei Zimbalam sollen alle Künstler die Möglichkeit haben, ihre Musik zu verkaufen, ohne dabei ständig einen Wettlauf “Einnahmen gegen laufende Gebühren” eingehen zu müssen…

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