Musikbusiness Basics: GEMA


In unserem kostenlosen eBooklet “Musikbusiness Basics” beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Rechten, Verträgen und Playern in der Musikwirtschaft. Dabei geht es natürlich auch um die beiden großen Verwertungsgesellschaften für Musik in Deutschland: die GVL und die GEMA. Während sich die GVL um die Belange der Leistungsschutzrechte-Inhaber (also der Interpreten) kümmert, ist die GEMA für die Urheber da. Wir erklären, welche Aufgaben die GEMA hat, was eine Mitgliedschaft kostet und welche Rolle sie u.a. beim digitalen Verkauf von Tracks spielt…

GEMADie Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist Schnittstelle zwischen Urhebern und Musiknutzern. Sie kümmert sich darum, dass diese eine angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Werke erhalten. Die GEMA nimmt z.B. dann Geld für die Urheber ein, wenn ein Song verkauft, gesendet, öffentlich aufgeführt oder mechanisch vervielfältigt wird. Will man z.B. eine CD mit GEMA-Repertoire pressen lassen, muss man dafür Gebühren zahlen. Das Gleiche gilt, wenn Musik digital verkauft oder gestreamt wird.

Tipp: GEMA-Gebühren bei den Online-Nutzungen und -Verkäufen werden unmittelbar von den Downoad Shops und Streaming Services an die GEMA abgeführt. Der Abgleich erfolgt auf Basis der Urheberangabe und des Songtitels.

Da die GEMA von den Musiknutzern bezahlt wird, sollte man sich klarmachen, dass man auch Urheber und Nutzer gleichzeitig sein kann, z.B. wenn man als Musiker eine CD in Eigenregie produziert. Dann muss man die Pressung bei der GEMA lizenzieren. Zwar bekommt man aus dem Verkauf auch Lizenzeinnahmen, wenn man selbst Urheber ist, meist deckt dieser Betrag aber nicht die Ausgaben.

Bitte beachten: Genauso ist das bei selbst veranstalteten Konzerten. Ist man selbst Veranstalter, muss man die GEMA-Gebühren nach Größe des Veranstaltungsraumes abführen. GEMA-pflichtig ist nämlich der Veranstalter!

Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt bei der GEMA aktuell 51,13 Euro (zzgl MwSt.). Außerdem wird eine Jahresgebühr in Höhe von derzeit 25,56 Euro fällig.


Der Artikel ist ein Ausschnitt aus unserem kostenlosen eBooklet “Musikbusiness Basics”. 

Hier könnt ihr das komplette Dokument als PDF herunterladen >

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1 Antwort zu “Musikbusiness Basics: GEMA”

  1. Andy Franke says:

    Tipp: Urheber, die unzufrieden mit der GEMA sind, sollten auch auf die Ende 2013 neu gegründete GEMA-Alternative C3S (Cultural Commons Collecting Society, https://www.c3s.cc/) hingewiesen werden.

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